Mit dem Fahrrad zur Gran Cenote Tulum

Die Bundesstaaten Quintano Roo und Yucatán im Süden Mexikos sind bekannt für ihre unzähligen Cenoten („Heilige Quellen“). Insgesamt soll es hier über 2000 von diesen Kalksteinlöchern im Boden geben, die mit Süßwasser gefüllt sind und oft in den erdenklichsten Blau- und Grüntönen glitzern. Vor langer Zeit von den Mayas als Brunnen oder religiöse Opferstätten genutzt, lädt dieses glasklare, kühle Wasser heute geradezu zum Schwimmen, Schnorcheln oder Tauchen ein.

Einige der Cenoten sind mittlerweile touristisch ausgebaut und es gibt Toiletten, Duschen, Umkleidekabinen und sogar Schließfächer. Eine der bekanntesten in der Umgebung ist die Gran Cenote Tulum. Sie liegt gerade mal 5 km vom Stadtzentrum Tulums entfernt. Für die Tagesbesucher aus Cancún / Playa del Carmen werden oft kombinierte Touren mit den Ruinen von Tulum angeboten. Daher ist es sicher empfehlenswert, die Mittagszeit in der Cenote zu meiden.

In unserem Hostel mieten wir uns früh am Morgen zwei Fahrräder. Die Strecke bis zur Cenote ist zwar nicht wirklich schön, aber dank der breit ausgebauten und asphaltierten Straße mit dem Rad gut zu befahren. Nach einer Viertelstunde erreichen wir um kurz vor 9 Uhr die Gran Cenote Tulum und zahlen pro Person 180 MXN (knapp 8 EUR) Eintritt. Ich wage einen ersten Blick in das Kalksteinloch und bin gespannt, was mich erwartet.Blick in die Gran Cenote Tulum

Auf dem nett angelegten Gelände gibt es Umkleidekabinen und Duschen. Letzteres ist übrigens Pflicht bevor man zur Cenote hinabsteigt (sogar mit Haare!), sonst wird man vom Aufpasser zurückgeschickt 😉 Über eine Holztreppe gelangt man hinunter zum Steg, wo sich auch die Schließfächer (30 MXN) befinden und ein Häuschen, bei dem man Schnorchelmasken zu saftigen 130 MXN (ca. 6 EUR) je Stück ausleihen kann. Hierfür wird zusätzlich noch ein Pfand gefordert, wie z.B. Ausweis, Handy oder etwas Bargeld – je nachdem, was man gerade dabeihat.Steg Gran Cenote Tulum

Und dann kann es auch schon losgehen! Über eine Leiter wagen wir uns ins das kalte Wasser vor. Über uns Höhlenwände, unter uns Felsformationen, die dank des glasklaren Wassers zu bestaunen sind. An der Wasseroberfläche tummeln sich kleine Fische und sogar Schildkröten ziehen ihre Kreise! Dann fallen die Sonnenstrahlen aufs Wasser und verwandeln das blaue Loch in eine türkisfarbene Oase.Gran Cenote Tulum

Auch beeindruckend: Während wir durch die dunkle Höhle schnorcheln, fliegen dutzende Fledermäuse über unsere Köpfe hinweg. Im Wasser kann man gut und gerne eine Stunde Zeit verbringen. Zurück am Steg beobachten wir die vielen Schildkröten, die sich in der ausgewiesenen „Turtle Zone“ sonnen lassen.turtle zone gran cenote tulum

Die Liegewiese überhalb der Cenote ist der perfekte Platz, um sich nach dem Erlebnis in der Sonne trocknen zu lassen und hat tatsächlich etwas von „Baggersee-Feeling“.

Unser Fazit – Gran Cenote Tulum

Die Eintritts- und Schnorchelpreise sind verglichen zu anderen Cenoten ganz schön hoch, aber das glasklare Wasser ist wirklich atemberaubend. Zusätzliches Highlight für mich waren die vielen Schildkröten, denen man sowohl an Land als auch unter Wasser begegnet. Wer wie wir ohnehin in Tulum nächtigt, für den bietet sich die Möglichkeit mit dem Fahrrad bestens an. Jedoch gibt es noch einige weitere Cenoten rund um Tulum, die man ebenfalls mit dem Rad erkunden kann.

Welche Cenoten könnt ihr empfehlen??

enjoy your journey!

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