Pantanal Tour – Alles für den Jaguar!

In Recife haben wir mit unseren Freunden Thomas und Lea vier letzte gemeinsame Tage verbracht, bevor diese wieder zurück nach Deutschland geflogen sind. Markus und ich sind nun seit langer Zeit mal wieder alleine, vorerst steht kein Besuch mehr an. Wir haben uns entschieden, noch eine Weile in Brasilien zu bleiben, schließlich ist das Land riesig und es gibt viel zu sehen.

Als nächstes zieht es uns ins Pantanal, das größte Feuchtgebiet der Erde, das so groß ist, wie Westdeutschland vor der Wiedervereinigung! Besonders bekannt ist es für seinen Artenreichtum in der Tier- und Pflanzenwelt. Der Hauptgrund für unseren Besuch: unser schon lange bestehender Wunsch, einen Jaguar in freier Wildbahn zu sehen! Schon mehrmals haben wir Versuche diesbezüglich unternommen, wie zum Beispiel, als wir in Hopkins (Belize) einen ganzen Tag durch ein spezielles Jaguarreservat gewandert sind – erfolglos.

Um unsere Chancen diesmal zu erhöhen, haben wir bei dem Veranstalter Pantanal Nature die „Jaguar Extreme Tour“ gebucht, bei der alles auf die Jaguarsichtung ausgelegt ist. Garantie hat man natürlich keine, aber die Guides haben jahrelange Erfahrung und kennen das Verhalten sowie die Territorien der Tiere bestens. Für die Dauer von drei Nächten übersteigt der Preis der Jaguar Extreme Tour unser Budget um einiges, aber hey – hier handelt es sich wohl um eine klassische once in a lifetime experience


Tag 1 – Start der Pantanal Tour ab Cuiabá

Die Pantanal Tour startet in der Millionenstadt Cuiabá, die grundsätzlich als Tor zu Ausflügen ins nördliche Pantanal gilt. Möchte man hingegen den Süden des Sumpfgebiets besuchen, bietet sich die Stadt Campo Grande als Ausgangspunkt an.

Am frühen Morgen werden wir in unserer Unterkunft, dem Pertinho do Aeroporto, abgeholt: Um halb 5 fährt ein SUV mit dem Pantanal Nature Logo vor und wir werden vom Fahrer und unserem englischsprachigen Guide Eddy herzlich begrüßt. Das sieht ganz nach einem Privattransport aus und nur wir beide dürfen es uns auf der geräumigen Rückbank des Autos bequem machen. Normalerweise sind wir Zwölfsitzer-Minivans gewohnt, in denen die Beinfreiheit zu Wünschen übrig lässt. Ein guter Anfang also. Als es hell wird, erreichen wir die Transpantaneira, was zugleich den Beginn des Pantanal kennzeichnet. Die unbefestigte Straße führt etwa 150 km von Nord nach Süd durch das große Sumpfgebiet und wurde 1976 errichtet – damals nicht zu touristischen Zwecken, sondern um den Farmern ihre Arbeit zu erleichtern.

Pantanal Tour Transpantaneira

Auf den 150 Kilometern muss man 126 hölzerne Brücken in fragwürdigem Zustand überqueren. An unserem Reisetag wird eine davon gerade abgerissen und neu errichtet. Augenscheinlich eine gute Entscheidung. Noch bevor wir nach etwa 3 Stunden an einer kleinen Posada einen Frühstücksstopp einlegen, sehen wir schon diverse Tiere wie einen Kaiman, ein Wasserschwein, einen hübschen Tukan und kräftig blaue Hyazintharas. Auch einige große Tujujus, storchenartige Vögel, die zugleich das Wappentier des Pantanal sind, kommen uns vor die Linse.Tujuju

Während des typisch brasilianischen Frühstücks – es gibt starken Kaffee und heißes Pão de Queijo (mächtige Käseteigbällchen) – hören wir in der Ferne die beindruckend tiefen Rufe von Brüllaffen. Gegenüber bittet ein Straßenschild um Vorsicht bezüglich Wasserschweinen, die die Straße überqueren könnten. Die größten Nagetiere der Welt durften wir vor einigen Jahren schon im Amazonasgebiet von Peru kennenlernen.Wasserschweine Hinweis

Als wir unsere Fahrt fortsetzen, entdecken wir Sumpfhirsche, einen prächtigen Kaiman auf der Straße sowie eine Natter mit hübschem Farbverlauf:

Die Fahrt entlang der Transpantaneira erinnert mich fast an einen Game Drive auf unserer Afrikasafari im letzten Jahr – alle paar Minuten bekommen wir ein Tier zu Gesicht. Ein toller Start! Unser Guide Eddy erklärt, dass Tiersichtungen entlang der Straße in der Trockenzeit sogar noch häufiger sind. Gegen 11 Uhr erreichen wir unsere Unterkunft, das Jaguar Camp im Örtchen Porto Joffre, wo die Transpantaneira endet. Als wir dort aus dem Auto aussteigen, werden wir sofort von Dutzenden Moskitos attackiert. Jetzt in der Regenzeit ist es am schlimmsten, lacht Eddy. Na dann – willkommen im Pantanal!

Unser Zimmer ist riesig und sogar mit einer Klimaanlage ausgestattet. Da wir die einzigen Gäste in der Unterkunft sind, wird das anschließende Mittagsbuffet nur für den Guide und uns beide angerichtet. Wieso wir die Einzigen im Jaguar Camp sind?

Die Jaguar Extreme Tour wird nur von Juni bis November angeboten, denn dann beginnt im Pantanal die Regenzeit. Wir befinden uns also gerade am Ende der Saison und von Tag zu Tag wird es schwieriger, die bedrohte Großkatze zu sehen. Denn während der Regenzeit ist das Pantanal zu 80% geflutet und die Jaguare ziehen sich tiefer in den noch verbleibenden Wald zurück.

Um ein Uhr startet dann auch schon unsere erste Tour. Da man Jaguare am häufigsten in Flussnähe sichtet, wo sie trinken und Jagd auf ihre Beute (Kaimane und Wasserschweine) machen, sind alle Touren in den kommenden vier Tagen Bootsfahrten. Auf dem fünfminütigen Fußweg durch den Wald bis zum Fluss werden wir sofort wieder von unzähligen Moskitos angegriffen. Die aggressiven Biester stechen uns durch die Kleidung und selbst vor den letzten unbedeckten Hautstellen wie Gesicht oder Hände machen sie keinen Halt. Wir steigen gerade in unser Motorboot, als es anfängt, zu regnen. Und kurz darauf schüttet es in Strömen. Was tut man nicht alles für seinen Traum…

Fünf Stunden verbringen wir auf dem Boot und davon regnet es tatsächlich jede einzelne Minute. Die Landschaft gefällt uns dennoch sehr gut und auch, wenn wir heute die lang ersehnte Katze noch nicht sehen, haben wir Glück bei der Sichtung von anderen Tieren. Unzählige Kaimane schwimmen im Sumpfgebiet teilweise nur wenige Zentimeter an unserem Boot vorbei. Ein etwas größeres Exemplar entdecken wir sogar am Ufer liegend.
Kaiman am Ufer

Außerdem lassen sich viele Wasserschweine das Gras am Flussufer schmecken oder überqueren diesen auch mal. Diese Familie lässt sich von uns zum Glück nicht stören:
Wasserschweinfamilie

Zwei Riesenflussotter, wie sie nur im Amazonas und im Pantanal vorkommen, kreuzen unseren Weg. Bis zu 30 kg schwer und zwei Meter kann diese Otterart lang werden! Damit haben sie sich ihren Namen wahrlich verdient.zwei Riesenotter Pantanal Tour

Auch in der Luft und in den Bäumen ist einiges los: Kein Wunder, denn das Pantanal beherbergt 650 Vogelarten und damit mehr, als alle Länder Europas zusammen. Ein wahres Paradies für Vogelkundler!Vögel Pantanal

Als unsere Tour endet, werden wir an der Bootsanlegestelle von einem der Hotelmitarbeiter empfangen, der mit dem Auto gekommen ist, um uns abzuholen. Gut so, denn der starke Regen hat den Waldweg in eine einzige Schlammpfütze verwandelt. Immer noch nass bis auf die Unterwäsche erreichen wir um 18 Uhr wieder unser Camp und die heiße Dusche bewirkt wahre Wunder. Nach dem leckeren Abendbuffet mit großartigem Kokosdessert liegen wir früh im Bett, denn am Morgen wollen wir fit sein für die nächste Chance auf Jaguare.


Tag 2 – Erster Verdacht auf die Großkatze

Bereits um sechs Uhr treffen wir uns mit Eddy zum Frühstück. Während wir uns das kalorienreiche Pão de Queijo schmecken lassen, kommt einer der Lodgemitarbeiter in den Speisesaal und berichtet, dass in den Palmen draußen gerade Brüll- und Kapuzineraffen umhertollen. Dafür unterbrechen wir unser Frühstück natürlich gerne und beobachten die kleinen Primaten eine Weile.

Als wir gegen sieben Uhr aufbrechen, ist es zwar stark bewölkt, aber im Gegensatz zu gestern immerhin trocken. Mit dem Boot steuern wir das gleiche Gebiet wie am vorherigen Tag an. Auf Nachfrage erklärt uns Eddy, dass in diesem Areal namens Parque Estadual Encontro das Aguas gleich fünf Flüsse und verschiedene Vegetationsarten zusammentreffen. Ein idealer Lebensraum für die gesuchte Katze. Dass dort über 120 verschiedene Jaguare leben sollen, erstaunt uns dennoch… Am Morgen sehen wir besonders viele Kaimane, alle paar Meter schaut ein Krokodilskopf aus dem Wasser. Mehr als 35 Millionen gibt es im Pantanal, das sind etwa 150 Stück pro Quadratkilometer! Die Fülle an Kaimanen, Beute für die Jaguare, ist auch der Grund, warum die Großkatzen des Pantanal doppelt so groß sind als in den restlichen Teilen Lateinamerikas.

Kommen wir den Reptilien im Wasser zu nahe, stellen sie ihren Schwanz auf, heben den Kopf und geben einen beeindruckenden Laut von sich, der mit einem Grunzen zu vergleichen ist. Es soll uns sagen: Das hier ist mein Revier! Auf ähnliche Weise beeindrucken sie in der Paarungszeit auch die weibliche Kaimanwelt. Je stärker dabei das Wasser vibriert, umso attraktiver gilt das Männchen.
Kaiman brüllt

Auf einer Sandbank treffen wir auf ein weiteres, stattliches Exemplar:Kaiman auf Sandbank

Ab und an blitzt am Vormittag sogar die Sonne durch die Wolkendecke. Dann gefällt uns die Landschaft des Pantanal noch besser, denn das saftige Grün leuchtet bei Sonnenlicht umso mehr. Dadurch, dass wir mit dem Guide alleine sind, können wir alle Fragen zu Flora und Fauna stellen, die uns auf dem Herzen liegen. Das verleiht der Tour ein ganz persönliches Flair. Dabei hatten wir einfach Glück, dass die Jaguar Extreme Tour zu diesen Daten nur von uns gebucht wurde. Denn eine ausgesprochene Privattour kostet in der Regel extra.
Pantanal Tour Eddy

Nahe eines umgekippten Baums kümmert sich eine vierköpfige Gruppe Riesenotter gerade um das Mittagessen. Frischen Fisch gibt es in dem Sumpfgebiet ja zur Genüge. Im Vergleich zu normalen Ottern, jagen die Riesenotter im Rudel. Sogar der Jaguar kann ihnen dann nichts anhaben. Zur Verständigung untereinander geben sie interessante Laute von sich, die sich fast schon als Kreischen bezeichnen lassen.

Während der Tour fällt uns auf, dass kaum ein anderes Boot mit Touristen unterwegs ist. Ein weiteres Indiz dafür, dass wir uns in der Nebensaison befinden. Zum Lunch geht es wieder zurück in unsere Lodge. Zwei bis drei Stündchen Pause schaden nicht, denn in der Mittagssonne sind die meisten Tiere nicht aktiv. Und auch wir haben gegen eine kleine Mittagsruhe nichts einzuwenden. Als wir um 14 Uhr wieder aufbrechen, freuen wir uns über strahlend blauen Himmel.Pantanal Tour blauer Himmel

Als zwei Wasserschweine vor uns scheinbar gehetzt den Fluss überqueren, schärft Eddy seine Sinne. Es könnte sein, dass sie vor einem Jaguar fliehen, der durch die Büsche streift. Unser Bootsfahrer stoppt den Motor und einige Minuten verharren wir aufmerksam an Ort und Stelle – alle acht Augen aufs Gebüsch gerichtet. Doch es folgt kein weiteres Anzeichen und so setzen wir unsere Fahrt fort. Viele Tiere lassen sich an diesem Nachmittag zwar nicht mehr blicken, aber wir empfinden allein schon die Bootsfahrt an sich als sehr entspannend und erholsam.


Tag 3 – „Sunday is Jaguar day“

… mit diesen Worten motiviert uns Eddy für den heutigen Tag. Um kurz vor sieben steigen wir wieder auf unser Boot und bewundern den schönen Morgen: am Himmel hängen noch Wolken, aber es klart langsam auf und die ersten Sonnenstrahlen spiegeln sich glitzernd auf der Wasseroberfläche. „What a beautiful morning“, sinniert auch unser Guide.Jaguarmorgen

Nach etwa 10 Minuten Fahrt entlang des Cuiabá Rivers stoppt unser Bootsfahrer abrupt den Motor und kurz darauf ruft Eddy das magische Wort: „Jaguar!“. Ich blicke nach rechts und entdecke die majestätische Großkatze, die direkt am Flussufer sitzt und neugierig in unsere Richtung schaut. Völlig unbedeckt von Gebüsch haben wir beste Sicht auf sie. Vor lauter Aufregung bin ich nicht mal in der Lage, nach der Kamera zu greifen. Gott sei Dank reagiert Markus und übernimmt das Fotografieren!
Jaguar lauert

Ich kann mein Glück kaum fassen, da erscheint ein paar Meter nebenan auch noch ein zweiter Jaguar aus dem Gebüsch!
zweiter Jaguar
Sogar Eddy, Tour Guide mit 20 Jahren Berufserfahrung, ist zutiefst begeistert: scheinbar ist es äußerst selten, gleich mehrere Jaguare an einer Stelle anzutreffen. Und das auch noch in der Nebensaison! Eddy ist sich nicht ganz sicher, um welche Geschlechter und welche Art von Beziehung es sich bei den beiden handelt. Aufmerksam beobachten wir die beiden, die nach einer kurzen Weile wieder im Gebüsch verschwinden. Wir versuchen, ihnen zu folgen, was aufgrund ihrer hervorragenden Tarnung gar nicht so einfach ist. Außerdem sind wir uns alle nicht sicher, ob es sich nicht sogar um drei Wildkatzen handelt. Na, findest du den Jaguar in dem Bild?
Jaguar Tarnung

Zum Glück tauchen zwei Jaguare an einer unbewachseneren Stelle wieder auf und platzieren sich nebeneinander auf dem Boden – perfekt. Das ist der eindeutige Beweis, dass es mindestens zwei Jaguare sind.2 Jaguare schauen in Kamera

Doch lange harren die wunderschönen Tiere auch diesmal nicht aus. Ein Vogel in der Nähe schlägt Alarm und verrät damit ihre Position. Das macht das Jagen für sie unmöglich und so ziehen sie von dannen.Jaguar verschwindet

Mit dem Boot fahren wir das Ufer auf und ab in der Hoffnung, die beiden nochmal zu Gesicht zu bekommen. Doch diesmal bleiben sie im dichten Gestrüpp verschwunden. Noch immer zehren wir vom Adrenalinschub, als wir unsere Fahrt fortsetzen. Unser Wunsch ist soeben in Erfüllung gegangen! Das Lächeln werden wir heute nicht mehr ablegen. Ob wir im Laufe des Tages vielleicht sogar noch mehr Jaguare sehen?

Als nächstes treffen wir auf Altbekannte: eine Gruppe von Wasserschweinen, die mal wieder das saftige Grün genießt.Wasserschweine Lisa

Andere Säugetiere zeigen sich an diesem Morgen nicht mehr. Als wir zum Mittag wieder zurück in die Lodge kehren, sitzt am Hafen jedoch ein prächtiger Tukan im Baum.Tukan

Beim Mittagessen tauschen wir uns mit dem herzlichen Besitzer des Jaguar Camps, Ailton Lara, über die Sichtung aus. Als wir ihm ein paar der geschossenen Bilder zeigen, äußert er sofort die Vermutung, es könne sich um zwei unbekannte Jaguare handeln, die noch nicht in die Forschungsdatenbank des regionalen Jaguar Identification Projects aufgenommen worden sind. Wow, das wird ja immer besser! Um sicherzugehen, will er ein paar unserer Fotos zum Abgleich an die betreuende Biologin schicken. Und: Sollte es sich tatsächlich um bisher unentdeckte Jaguare handeln, dürfen wir uns für die beiden Namen ausdenken. Mannomann – an einen Mittagsschlaf ist heute nicht zu denken. Zu aufregend waren die Erlebnisse an diesem Morgen.

Schon bald machen wir uns auch schon wieder für die zweite Ausfahrt bereit. Diesmal zeigt sich sogar ein neues Tier: vom Boot aus entdecken wir eine Herde kräftiger Wasserbüffel. Um den Abstand sind wir froh, denn die Augen der Tiere zeigen uns ganz klar, wer hier das Sagen hat. Die Büffel wurden vor einiger Zeit aus Indien nach Südamerika verschifft – hauptsächlich, um die einheimischen Buckelrinder gegen Jaguarangriffe zu verteidigen.
Wasserbüffel

Auch ein paar Brüllaffen zeigen sich etwas später wieder im Baumwipfel.Brüllaffen

Zurück im Camp sichten wir gemeinsam mit Eddy und Ailton nochmal ausführlich unser Jaguar-Bildmaterial vom Morgen. Ein Video, das Markus aufgenommen hat, bringt die Erkenntnis, dass es sich sehr wahrscheinlich um ein Weibchen und ihren männlichen Nachkommen handelt, der etwa 2 – 3 Jahre alt ist. Dennoch soll die Rückmeldung der Biologin Sicherheit bringen.

Ailton hat uns großzügigerweise angeboten, an diesem Abend nach dem Dinner eine zusätzliche Tour zu unternehmen: eine Safari an Land in einem speziellen Safari-Jeep.Safarijeep

Komplett vermummt, um uns gegen die durstigen Moskitos und anderes Ungeziefer zu schützen, hüpfen wir aufs Auto. Eddy nimmt in der Reihe vor uns Platz, um mit seinem Strahler die Umgebung nach Tieren abzuleuchten. Etwa eine Stunde fahren wir die Transpantaneira entlang. Ziemlich aufregend, wenn man bedenkt, dass jeden Moment ein Jaguar oder ein anderes Raubtier aus der Dunkelheit auftauchen könnte.Nachtsafari
Doch es hüpfen lediglich ein paar Frösche auf der Straße. Abseits in den Sümpfen leuchten gelegentlich Kaimanaugen rot auf und in den Bäumen schwirren Glühwürmchen umher. Aber das Beeindruckendste an der Nachtsafari ist für mich der Sternenhimmel. Besonders, als wir für ein paar Minuten stehenbleiben und den Motor sowie das Licht ausschalten, zeigt dieser sich von seiner ganzen Pracht. Ansatzweise kann man sogar die Milchstraße erkennen. Das kannten wir bislang nur aus Afrika. Überglücklich und voll mit Eindrücken fallen wir an diesem Abend ins Bett.


Tag 4 – Ende der Pantanal Tour und Rücktransport nach Cuiabá

Nach dem Mittagessen wird unsere Pantanal Tour heute zu Ende gehen. Bei der Bootsfahrt am Morgen genießen wir etwas wehmütig ein letztes Mal die idyllische Natur.Pantanal Nature

Jaguare zeigen sich keine mehr, aber das stört uns auch nicht weiter. Nach dem großen Erfolg gestern sind wir selig. Zurück im Camp heißt es Rucksäcke packen und ein letztes Mal dürfen wir von den Kochkünsten der Angestellten profitieren. Da ich mich in den Nachtisch vom ersten Abend verliebt habe, verraten mir die beiden Damen auf Nachfrage sogar ihr Rezept – Eddy fungiert als Übersetzer.
Dessertrezept

Dann heißt es Abschied nehmen. Auf der Rückfahrt nach Cuiabá bestaunen wir immer wieder unsere Bilder und hängen den Gedanken an die Jaguare nach. Diese werden uns wohl noch lange begleiten.


Unser Fazit – Pantanal Tour

Wir sind begeistert. Vom Pantanal und seiner schönen Landschaft. Vom saftigen Grün und der üppigen Flora. Von der reichen Tierwelt und ganz besonders natürlich vom Jaguar. Aber auch vom Pantanal Jaguar Camp, den aufmerksamen Mitarbeitern, dem köstlichen Essen und dem professionellen Guide. So sieht für uns eine perfekte Tour aus. Die Pantanal Tour hat einen stolzen Preis, aber für uns war sie letztendlich jeden Euro wert und wir sind froh, dass wir uns nach langem Überlegen dafür entschieden haben. Am Pantanal werden wir alles vermissen – außer die Moskitos.

Zurück in der Zivilisation, erreicht uns wenige Tage später die grandiose Nachricht der Biologin: die beiden Jaguare sind in der Tat noch unbekannt gewesen. Wir dürfen ihnen Namen geben!

enjoy your journey!

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