Start unserer Weltreise: in 3 Tagen von Costa Rica nach Panama

Mit dem One Way Ticket nach Costa Rica in der Tasche, beginnen wir am 2. Mai unsere unbegrenzte Weltreise von Frankfurt. Unser Flug führt uns über Santo Domingo in der Dominikanischen Republik. Dort haben wir einen Aufenthalt von etwa 1,5 Stunden, während die Maschine gecleant und neu betankt wird. Weitere 2,5 Flugstunden später landen wir am frühen Morgen am Juan Santamaria International Airport in Costa Ricas Hauptstadt San José.

Einreisebestimmungen:
Deutsche Staatsangehörige können bei einer maximalen Aufenthaltsdauer bis zu 90 Tagen visafrei mit dem Reisepass einreisen. Achtung: Es muss ein Rück- oder Weiterreiseticket vorhanden sein. Beim Check-In in Frankfurt mussten wir dies vorweisen.

Pura Vida! So wird man am Flughafen von San José begrüßt
Pura Vida! So wird man am Flughafen von San José begrüßt

Da der öffentliche Nahverkehr am Flughafen etwas undurchsichtig scheint und auch Uber gerade nicht funktioniert, greifen wir auf ein Taxi zurück. Für die 15 km lange Fahrt zum Parque La Sabana zahlen wir 5500 CRC (Costa Rica Colones), was etwa 8 EUR entspricht. Direkt an diesem Park und etwas westlich des Zentrums liegt unsere Unterkunft Hostel ColumbusDer Park bietet sich für Spaziergänge oder morgendliche Joggingrunden an und beheimatet außerdem das Nationalstadion von Costa Rica, in dem wichtige Fußballspiele und andere Großevents wie Konzerte ausgetragen werden.

Der Parque La Sabana
Der Parque La Sabana. Im Hintergrund kann man unter den Wolken das weiße Dach des Nationalstadions erahnen.

Das Zentrum mit seinen überschaubaren Attraktionen kann man vom Hostel Columbus aus innerhalb von 20 Gehminuten erreichen. Entlang der Hauptstraße Paseo Colón reihen sich Banken, Einzelhandel, Restaurants und Hotels. Beliebte Sehenswürdigekeiten auf dem Paseo sind beispielsweise das Gold- und das Jademuseum, das Nationaltheater oder das Nationalmuseum.

Die dazwischen liegenden Parks werden von den Einheimischen gern zum Rasten und zum Austausch mit Freunden genutzt. In der zum Paseo Colón parallel verlaufenden Avenida Central, einer Fußgängerzone, besuchen wir die alte Markthalle.

Buntes Treiben in der Markthalle

Unserer Meinung nach sind ein bis zwei Tage in San José ausreichend, um die Stadt etwas kennenzulernen und sich zu akklimatisieren – nicht mehr und nicht weniger.

Weiterreise nach „Oh wie schön ist Panama“

Bereits nach zwei Tagen steht die Weiterreise von Costa Rica nach Panama an. Unser Ziel in Panama ist die Inselgruppe Bocas del Toro im Karibischen Meer, unmittelbar an der Grenze zwischen den beiden Ländern. Die Website horariodebuses.com hat sich als hilfreich herausgestellt, da hier Busverbindungen für sämtliche Länder in Mittel- und Südamerika sowie der Karibik recherchiert werden können.

Für den Transport über die Grenze und weiter nach Bocas gibt es mehrere Möglichkeiten. Wir haben uns für eine Busfahrt mit der Gesellschaft MEPE entschieden, die in San José vom Terminal Atlántico Norte abfährt. Dort können wir am Vortag bereits Tickets kaufen (nur Barzahlung möglich!). Der Bus fährt zunächst bis Sixaola, der costa-ricanischen Stadt an der Grenze zu Panama. Fahrtzeit laut der Busgesellschaft: 5,5 Stunden. Für ein Ticket zahlen wir etwas mehr als 7000 CRC, circa 10 EUR. Die Busse fahren ab dem frühen Morgen regelmäßig alle zwei Stunden (außer einer Mittagspause).

Wir nehmen den Bus um 6 Uhr morgens. Alles läuft geordnet ab, auf den Tickets bekommt man feste Sitzplätze zugeordnet und diese werden auch eingehalten. Sogar die Abfahrt ist pünktlich! Nach nur 20 Minuten Fahrt zeigt sich erstmals die Schönheit von Costa Ricas Landschaft: Alles erstrahlt in saftigem Grün und vom Großstadttrubel ist nun nichts mehr zu spüren. Es geht zunächst nordöstlich durch den Nationalpark Braulio Carrillo und die Berge, die San José umgeben. Nach drei Stunden machen wir im Küstenstädtchen Puerto Limón eine kurze Pause, bis es dann am Meer entlang weiter durch Cahuita, Puerto Viejo und Bri Bri. Bis zur Costa-ricanischen Grenze in Sixaola brauchen wir insgesamt sechs Stunden inklusive der Pause. Die Straßenverhältnisse waren über die gesamte Strecke sehr gut.

Nervenaufreibende Grenzübergänge – alles wie immer

In Sixaola muss man zunächst eine Ausreisesteuer von 8 USD pro Person zahlen, bevor man sich den Ausreisestempel holen kann. Es folgt ein Fußmarsch über eine Brücke bis zur Grenze von Panama. Nachdem man hier ein Zolldokument ausgefüllt hat, kann man sich den Einreisestempel abholen.

Einreisebestimmungen:
Deutsche Staatsangehörige können bei einer maximalen Aufenthaltsdauer bis zu 180 Tagen visafrei mit dem Reisepass einreisen. Achtung: Auch hier muss ein Rück- oder Weiterreiseticket vorhanden sein, das bei der Einreise vorzuweisen ist.

Auch wenn Grenzbeamte grundsätzlich nicht für ihre gute Laune bekannt sind, haben wir heute wohl zwei ganz besonders unfreundliche Exemplare erwischt… Ab der Grenze teilen wir uns mit vier anderen Reisenden einen Van bis Almirante, was 10 USD pro Person kostet und etwa eine Stunde dauert.

Übrigens: In Panama läuft fast alles über den USD. Das Land hat zwar seine eigene Währung, den Balboa, aber auch der ist 1:1 an den USD gekoppelt.

Jetzt kann es nicht mehr weit sein

Ab Almirante fahren wir mit einem Motorboot bis zur Isla Colón, der Hauptinsel von Bocas del Toro (ca. 30 Minuten Fahrt, 6 USD p.P.). Hier steigen wir in ein weiteres Boot und kommen dann 10 Minuten später – endlich – auf der Isla Bastimentos an! Insgesamt sind wir an diesem Tag 10 Stunden unterwegs gewesen.

Auf der Isla Bastimentos steuern wir das Hostal El Jaguar an, das für die nächsten Wochen unser Zuhause und gleichzeitig unser Arbeitsplatz sein wird. Denn wir haben uns bereit erklärt, dem Besitzer 25 Stunden pro Woche zu helfen. Im Gegenzug bekommen wir ein kleines Zimmer zur freien Verfügung gestellt sowie etwas Bargeld, um Verpflegung kaufen zu können. Was unsere Aufgaben sein werden, wissen wir noch nicht so genau. Doch in wenigen Minuten beginnt meine erste Schicht. Wir halten euch auf dem Laufenden 😉

Hier schon mal ein paar erste Eindrücke vom Hostel und der Umgebung:

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