Bali, 17. – 24. September 2015

Inhalte des Beitrags
1. Hintergrund & Organisation
2. Kuta
3. Padang Padang & Pura Uluwatu
4. Über Pura Tanah Lot nach Munduk
5. Über Pura Agung Besakih nach Padang Bai

Von Frankfurt aus fliegen wir mit der Singapore Airlines über den gleichnamigen Stadtstaat nach Denpasar, Hauptstadt Balis und Standort des internationalen Flughafens.

Ein Touristenvisum für 30 Tage bekommen deutsche Staatsbürger direkt bei Einreise.

Als wir ankommen, ist es bereits dunkel und wir fahren per Taxi vom Flughafen nach Kuta, wo wir unsere erste Nacht verbringen. Das erste Bintang (indonesisches Bier) schmeckt gut. Das kann uns auch die Ratte nicht verderben, die quer durch die Bar rennt.

Kuta

Am nächsten Morgen erkunden wir Kuta zu Fuß. Dabei stolpere ich quasi über die Frangipani, die man zu Hauf am Boden liegen sieht. Sofort verliebe ich mich in diese weiße Blüten, die die balinesischen Frauen für gewöhnlich in den Haaren tragen!

Übrigens: Bali ist die einzige Insel Indonesiens, deren Großteil der Bevölkerung nicht muslimisch, sondern überwiegend hinduistisch ist.

Kuta, treffenderweise auch als „der Ballermann der Australier“ bezeichnet, ist sehr touristisch und voll. Besonders entlang der Sunset Road und der Strandmeile ist alles auf den Urlauber ausgelegt. Es gibt überwiegend westliches Essen, Traditionelles findet man eher wenig. Der breite Sandstrand Kuta Beach ist zwar schön und sehr bei Surfern beliebt, jedoch von Händlern überfüllt. Immerhin der Sonnenuntergang am Legian Beach ist durchaus sehenswert.

Padang Padang & Pura Uluwatu

Wir sind uns einig, dass wir in Kuta nicht viel Zeit verbringen möchten und brechen nach zwei Tagen noch weiter gen Süden auf. Unsere nächste Station ist Padang Padang und auf dem Balkon unserer Unterkunft, die schön im Grünen liegt, werden wir gleich von Affen begrüßt.

Insgesamt ist Bali sehr bekannt für seine vielen Tempel. Wie in allen anderen Gotteshäusern gilt auch hier: kurze Kleidung ist tabu – sowohl bei Frauen, als auch Männern. Lange Ärmel und Hosebeine sind zu empfehlen. Falls du das bei den tropischen Temperaturen nicht den ganzen Tag tragen möchtest, auch in Ordnung. Sarongs (traditionelle Tücher zum Umwickeln) werden nahezu überall an den Eingängen der Tempel verkauft oder verliehen.

Wir mieten uns unseren ersten Roller (Achtung: Linksverkehr!) und fahren zum Pura Uluwatu, etwa 15 – 20 Minuten Fahrtzeit entfernt. Dieser zeichnet sich durch seine tolle Lage auf einem Hügel über dem Meer aus und wird deshalb auch Klippentempel genannt. Vorsicht, hier treiben sich viele diebische Makaken rum. Lose Gegenstände daher besser wegpacken und keine Lebensmittel offen rumtragen! Der Blick von den Tempelmauern über die Weite des Meeres ist traumhaft.

Über Pura Tanah Lot nach Munduk

Am nächsten Tag reisen wir weiter und fahren per Taxi (ca. 2 Stunden) zum nächsten Tempel: Pura Tanah Lot.

Anmerkung: Das Straßennetz Balis ist sehr gut ausgebaut, das Bus- oder Bahnnetz jedoch eher begrenzt. Daher sind wir auf der Insel oft per Taxi unterwegs, was recht preisgünstig ist.

Bei Tanah Lot handelt es sich merkbar um eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Insel. Zum Glück sind wir sehr früh dran, sodass die Warteschlangen und –zeiten akzeptabel sind. Ins Deutsche übersetzt bedeutet Pura Tanah Lot: „Tempel der Erde im Meer“. Mehr als treffend, denn das heilige Gebilde liegt tatsächlich auf einem Felsvorsprung mitten im Ozean. Die Besuchszeiten sind daher stark von Ebbe und Flut beeinflusst. Sobald die Flut eintrifft, ist der Fels komplett vom Meerwasser umspült und von Land aus nicht mehr zu erreichen. Ein tolles Spektakel! Der Eintritt in das Tempelinnere ist nur Mönchen gestattet, da sich unter der Anlage eine Süßwasserquelle mit heilender Wirkung befindet.

Im Anschluss geht es mit einem Taxi weiter ins Inselinnere. Hier wird es allmählich grüner, hügeliger und ursprünglicher, was uns sehr gut gefällt. Unsere nächste Station ist Munduk. Noch am selben Nachmittag machen wir zu Fuß einen Ausflug zu einem kleinen Wasserfall mitten im Wald.

Am nächsten Tag fahren wir mit dem Roller zu weiteren Wasserfällen, den Git Git. Diese liegen nördlich von Munduk und sind über steile, kurvige Straßen zu erreichen. Wir stellen den Roller ab und gehen noch ein paar Minuten durch den Wald, bis wir an die Wasserfälle kommen. Hier kann man sich sogar im Wasserbecken erfrischen.

Anschließend fahren wir ohne festes Ziel noch weiter durch den Wald und die Hügel Nordbalis und bewundern die schöne Landschaft. Serpentinen führen uns zurück nach Munduk, als plötzlich die Bremse des Rollers versagt. Zum Glück sind gerade keine anderen Fahrzeuge in der Nähe und wir können uns auf einem flachen Stück ausrollen lassen.

Über Pura Agung Besakih nach Padang Bai

Am nächsten Tag verlassen wir Munduk und wollen weiter nach Padang Bai an der Ostküste Balis. Ein Verwandter des Hostelbesitzers erklärt sich netterweise bereit, uns zu fahren. Von Munduk geht es zunächst noch nach Besakih, um dort den Pura Agung Besakih, den „Muttertempel“ Balis, zu besuchen. Dieser gilt als größter und heiligster Hindutempel. Genauer gesagt handelt es sich um eine Anlage aus dem 8. Jahrhundert, die aus 30 verschiedenen Tempeln besteht. Auch hier solltest du schon am frühen Morgen sein, da es nebst Tanah Lot der bei Touristen beliebteste Tempel der Insel ist. Einen Führer benötigst du nicht zwingend, um die Anlage zu erkunden – auch wenn sie dir erzählen, dass du als Tourist alleine nicht rein darfst.

Schließlich geht es also weiter nach Padang Bai an der Ostküste. Hier kaufen wir schon mal ein Ticket für das Speedboat, das uns zwei Tage später auf die Nachbarinsel Lombok bringen soll. Am nächsten Tag besuchen wir noch einen weiteren Tempel: Pura Goa Lawah. Mit dem Roller sind es von Padang Bai aus etwa 20 Minuten Fahrt. Das Besondere am Pura Goa Lawah sind die Fledermäuse, die in den Höhlen des Tempels leben und die man von außen sehen kann. Dazwischen haben es sich Pythons bequem gemacht, die sich von den Fledermäusen ernähren. Der Tempel ist nicht besonders groß, für uns aber durchaus sehenswert! Im Anschluss fahren wir noch beim White Sand Beach vorbei, der auf dem Weg liegt und ganz hübsch ist.

Am nächsten Morgen soll es dann auf die östliche Nachbarinsel Lombok gehen. Zwei Mal täglich fährt das Speedboat „Marina Srikandi“ von Padang Bai nach Sengiggi auf Lombok. Die Überfahrt dauert etwa eine Stunde.

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Lies` hier den Artikel zu unseren nächsten Station Lombok!

Autor: Lisa

enjoy your journey!

2 Kommentare

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.